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„Muros & Planänderung“

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Muros – Ria Arousa“

Muros

Die Stadt zeigt sich in den nächsten Tagen noch von seiner herbstlichen Seite. Mit Sprühregen beginnt der Tag. Doch ab Mittag haben wir Sonne-Wolken Mix mit dennoch kühlen Temperaturen im August. An einem Morgen haben wir 11 Grad. Somit drängt uns nichts in traumhafte Buchten zu fahren, wenn das Wetter nicht mitspielt. Wir planen nach Santiago zu fahren. Nur 60km entfernt mit einem Direktbus. Vorher müssen aber noch die alltäglichen Dinge bewältigt werden, wie einen Berg Wäsche waschen. Doch auf dem Weg dahin überrascht uns Oma mit einem leichten Schlaganfall. Wir reagieren umgehend und mit schneller Hilfe vom Hafenmeister wird Sie vom Krankenwagen abgeholt und ins Krankenhaus nach Santiago gebracht. Einige Untersuchung folgen und Sie ist mit dem Schrecken davongekommen. Zum Glück muss Sie nur eine Nacht im Krankenhaus verweilen. Hier spricht fast niemand englisch oder deutsch, somit fühlt man sich schon ganz schön hilflos.  Der Schock sitzt bei uns allen tief und uns wird schnell klar, jetzt ist es wichtig, dass Sie einen kompletten Check-Up in Deutschland bekommt. In der kommenden Woche entscheiden wir daher, hier zu verweilen und allen etwas Ruhe zu gönnen. Ein großes Danke geht an die SY Mora und an die Hafenmeister Klaus & Pedro. Sie haben uns in dieser Zeit super unterstützt.

In diesem idyllischen Hafen lässt es sich aber gut aushalten. Es sind kaum Schiffe da und wir beobachten das Treiben der Muschelboote, wie Pedro über den Steg hechtet oder Tim mit seinem Kescher die Fische fangen möchte. Ab Mitte der Woche bessert sich das Wetter. Wir gehen zum Strand, machen kleine Spaziergänge, genießen die galizische Küche, kochen an Bord, backen, spielen, schlendern über den Markt und machen die ein oder anderen kleinen Arbeiten am Boot.

Zwischenzeitlich treffen wir auch wieder auf unsere Flottille die „malwieder“ und die „Colette“. Sie verweilen hier kurz mit im Hafen bevor Sie weiterfahren.

Eines Nachts rumpelt es an Deck und wir denken die Polizei besteigt unser Boot. Weit gefehlt. Ein Pärchen möchte es sich bei uns an Deck unter unserem Schlauchboot (was angekippt über unserer Koje hängt) gemütlich machen. Ja da haben Sie nicht mit Tobias gerechnet. Er lässt das Boot auf die beiden runterfallen. Da haben Sie einen Schreck bekommen und hauen ab. So ein komisches Gefühl, wenn fremde Menschen unser Boot besteigen. Das braucht man nun wirklich nicht.

Der Sommer ist endlich da. Wir haben fast 30 Grad und einen kühlen Atlantik. So haben wir uns das gewünscht. Am letzten Tag von Oma gehen wir noch schön Essen mit grandiosem Blick über den Ria und seine Muschelfarmen.  Freitag, 13. August fliegt Oma nun in die Heimat zurück. Wir sind alle etwas traurig. So war der „Abgang“ nicht geplant. Doch daheim sind viele liebe Menschen um Sie herum und nun steht alles unter dem Motto „gesund werden, dann kann es wieder weiter gehen“.

Wir verabschieden uns nach 10 Tagen von Muros. Laut Pedro gehören wir jetzt zur Familie 😊.

Ein toller Tag auf dem Meer. Endlich. Wir haben diese Weite schon etwas vermisst. Tim kuschelt sich ein und hört 3 Hörbücher und Mia schläft 3 Stunden.  Riesige Wellenberge, mitten im Wasser große Felsen, wo die Gischt ran prescht, das Cap Corrubedo beeindruckend durch die Felsenlandschaft. Wir haben Respekt vor diesen Gewalten. Das Wetter ist traumhaft. Wir segeln und motoren. Der Wind kommt und geht. Wir biegen in die Ria Arousa und finden einen Ankerplatz am Praia da Corna. Ein malerischer Ort, Muschelfarmen, Steinsbrocken mitten im Wasser, was mich persönlich ein wenig an Neuseeland erinnern lässt und ein großer Sandstrand. Dieser wird am Abend gut besucht. Wir schauen von der Ferne. Es ist einfach zu heiß. Endlich die erste Baderunde ums Boot herum. Es wurde aber auch Zeit. Ein toller Sommertag mit 2 Delfinen als Begrüßungskomitee und dem Mond zur guten Nacht.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Jessica Schmidt

    Hallo aus dem sonnigen Berlin 🙋🏻‍♀️
    Ich hoffe Marianne geht’s wieder besser und sie bald wieder topfit ist.
    Ihr seht alle so unverschämt gut und erholt aus, trotz der Arbeit an Bord. Beneidenswert 😄
    Lasst es euch weiterhin gut gehen.
    LG eure Jess 😘

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